Realisierung der PV-Anlage auf dem Gemeindehaus Plieningen mithilfe von Gemeindegliedern

Die Errichtung der PV-Anlage auf dem Gemeindehaus in Plieningen sollte ein sichtbares Zeichen unserer Verantwortung für die Schöpfung sein. Dabei war es dem Kirchengemeinderat wichtig, dass dieser Gedanke eine möglichst breite Verankerung in der Gemeinde finden sollte. Deshalb sollten sich Menschen unserer Gemeinde an diesem Projekt beteiligen können.  Außerdem sollte über das Projekt und die Ergebnisse in der Öffentlichkeit berichtet werden (Gemeindebrief, örtliche Presse, Homepage etc.). Die Beteiligung und Unterstützung des Projektes durch Interessierte geschah durch die Bereitstellung von zinslosen Darlehen von je 250 bis max. 2.000 Euro. Die Tilgung der Darlehen erfolgte aus den Erträgen der Anlage in jährlichen Raten. Die letzten Raten konnten aufgrund der guten Erträge bereits im Jahr 2019 zurückgezahlt werden.

(Die Alternative wäre eine Beteiligungsanlage mit Gründung einer GbR, bei der die Kirchengemeinde nur das Dach zur Verfügung stellt. Der verwaltungstechnische und steuertechnische Aufwand steht hierbei jedoch nicht im Verhältnis zum Nutzen.)

 

Vorbereitung

Im Sommer 2009 hatte sich ein Arbeitskreis gebildet, der die Möglichkeit und die Bedingungen für die Installation einer Photovoltaik- Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses in Plieningen untersucht. Zu klären waren insbesondere die folgenden Punkte:

  • Sind die baulichen Voraussetzungen gegeben ?
  • Abklärung mit dem Denkmalamt
  • Klärung der Effizienz einer möglichen Anlage (u.a. Schatten durch Zehntscheuer)
  • Anlage in Eigenregie der Kirchengemeinde oder Beteilgungsanlage
  • Kosten, Finanzierung

Die Planungen konnten bis November 2009 weitgehend abgeschlossen werden. Am 1. Dezember 2009 hat der Kirchengemeinderat die Realisierung dieses Projektes beschlossen unter der Voraussetzung, dass sich genügend Gemeindeglieder an der Finanzierung durch zinslose Darlehen (insgesamt in Höhe der Hälfte der Kosten) beteiligen.

Am 13. 01.2010 fand unter reger Beteiligung trotz widrigen Wetters ein Informationsabend im Gemeindehaus im Mönchhof statt. Innerhalb von nur einer Woche waren genügend Zusagen für Darlehen eingegangen!

 

 

 

27. Februar 2010

Umsetzung

Nach der gut besuchten Informationsveranstaltung am 13. Januar im Gemeindehaus und den Pressemitteilungen in den darauf folgenden Wochen zur geplanten weiteren Reduzierung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen ab Anfang April (wurde später auf Anfang Juli verschoben) haben alle Beteiligten den "Turbogang" eingelegt. Zunächst all diejenigen, die den Bau durch die Zusage von zinslosen Darlehen unterstützten und sodann Kirchengemeinderat und Bauausschuss, die noch im Januar (teils in Sondersitzung) die notwendigen Beschlüsse faßten. Der Auftrag konnte so noch im Januar vergeben werden. Und dann legten sich die am Bau beteiligten Firmen ins Zeug, so dass die Anlage schon 6 Wochen nach der Informationsveranstaltung ans Netz gehen konnte !

Installation der Anlage:
16. Februar: Vorbereitung innen, Verlegung der Kabel vom Keller zur Bühne
19. Februar: Austellen des Gerüsts
23. Februar: Montage der Module auf dem Dach
24. Februar: Montage der Wechselrichter und Zähler, Anschluß und Inbetriebnahme der Gesamtanlage