Die Motivation für den Bau unserer PV-Anlagen

Als Kirchengemeinde suchen wir nach Wegen, wie wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den CO2-Ausstoss unserer Gebäude reduzieren können. Hierzu haben wir bereits vielfältige Anstrengungen unternommen, vor allem durch Modernisierung unserer Heizungen und den Einbau von Einzelraumregelungen. Ein weiterer wichtiger Grund speziell für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen war, die Abhängigkeit von Atomstrom zu reduzieren. Dies ging auf die vielfältigen Diskussionen und Aktionen der 1970-er bis 1990-er Jahre zurück und führte zum Bau der ersten PV-Anlage bereits im Jahr 2000 auf dem Dach des Gemeindezentrums im Steckfeld. 2010 kam dann die PV-Anlage auf dem Gemeindehaus in Plieningen hinzu.

Zwar wird durch den Einkauf von Strom aus Wasserkraftwerken durch die KSE (unser Stromlieferant der kirchlichen Einrichtungen) auch ein „politisches“ Zeichen gesetzt, im Prinzip ist dies zunächst jedoch eine reine Verschiebung innerhalb der Stromverteilung und führt nur dazu, dass andere Stromabnehmer einen höheren Anteil ihres Stromes aus Atomkraftwerken bekommen. Dagegen ist die Stromerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlage eine echte Alternative.

Mittlerweile erzeugen wir jährlich eine Strommenge, die ca. 50% des in den Räumen der Kirchengemeinde Plieningen-Hohenheim verbrauchten Stroms entspricht (Gemeindebüros, Amtszimmer, Gemeindehaus Plieningen, Kindergarten Plieningen, den Räumen und der Kirche im Gemeindezentrum im Steckfeld sowie Strom in der Martinskirche ohne Heizung)

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gemeindezentrums in Hohenheim

Auf dem Dach des Gemeindezentrums im Steckfeld sind zwei Photovoltaik-Anlagen installiert:

  • Anlage der Kirchengemeinde Hohenheim,                 2,2 kWp
    installiert im Jahr 2000
  • Anlage der Beteiligungsgesellschaft Steckfeld,        11,3 kWp
    installiert im Jahr 2004

Technische Daten und die Ergebnisse dieser Anlagen finden Sie auf der Internet-Seite des ehemaligen Solarfeld-Vereins: www.solarfeld.de/photovoltaik.php

Zum 1.Januar 2021 war nach 20 Jahren nun das Förderende der kleineren Anlage erreicht. Auf Grund der aktuellen gesetzlichen Lage kann diese Anlage zur Zeit nur noch mit negativem Ergebnis betrieben werden: der jährliche finanzielle Ertrag ist so gering, dass er nicht einmal die notwendigen Versicherungen abdeckt. Eine Umstellung auf zumindest teilweisen Eigenverbrauch ist nicht möglich, da aufgrund des Alters in den Zählerplatz nicht mehr eingegriffen werden darf und somit eine komplette Erneuerung nötig wäre. Dennoch werden wir die Anlage im Sinne des Klimaschutzes weiter betreiben, ein Rückbau zum jetzigen Zeitpunkt wäre ökologisch gesehen völlg unsinnig.

Photovoltaikanlage auf dem Gemeindehaus Plieningen

Fotomontage, Rechte © TY OERNY

Kenndaten der Anlage:

Fläche: ca. 58 m2
Leistung: ca. 7,9 kWp
Jährl. Ertrag pro kWp: ca. 860 kWh
Jährl. Ertrag insgesamt: ca. 6.800 kWh
Jährl. Einspeisevergütung: ca. 2.650 €
Vermiedene CO2-Emissionen ca. 1.700 kg/a
(nach EnBW-Mix)

Anmerkung: Aufgrund der Verschattung durch die Zehntscheuer kann nicht die gesamte Dachfläche genutzt werden. Die Verschattung durch die Zehntscheuer und 2 Bäume südöstlich des Gemeindehauses führt insgesamt zu einer Reduzierung des Ertragswertes, was in den oben genannten Werten bereits berücksichtigt ist.

Hintergrundinfo: Realisierung der Anlage mittels Darlehen von Gemeindegliedern

Online-Zugang zur Photovoltaikanlage auf dem Gemeindehaus

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